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Kurz, Lang oder Stollen

Sattelgurte

Der Sattelgurt hält den Sattel an seinem Platz und liegt direkt in der empfindlichen Gurtlage hinter dem Ellenbogen. Bei Lepona findest du Kurzgurte für Dressursättel, Langgurte für Spring- und Vielseitigkeitssättel, Stollengurte, anatomische Formen und Gurte mit Lammfell oder Kunstfell, unter anderem von Kavalkade, Busse, Mattes und Waldhausen. Unsicher bei Länge oder Form? Wir beraten dich gern per Telefon, WhatsApp oder Video.

Welcher Sattelgurt passt zu deinem Sattel und deinem Pferd?

Ein passender Sattelgurt liegt glatt in der Gurtlage, drückt nicht in den Ellenbogen und lässt sich gleichmäßig anziehen. Welcher Gurt passt, hängt vor allem von drei Dingen ab: dem Sattel (kurze oder lange Gurtstrupfen), dem Körperbau deines Pferdes und dem Einsatz.

Kurzgurt, Langgurt oder Stollengurt?

  • Kurzgurt (Dressurgurt): für Sättel mit langen Gurtstrupfen, typischerweise Dressursättel. Die Schnallen liegen unter dem Sattelblatt, aber oberhalb des Ellenbogens, damit nichts unter dem Bein des Reiters aufträgt.
  • Langgurt: für Sättel mit kurzen Gurtstrupfen, etwa Spring-, Vielseitigkeits- und viele Allround-Sättel. Die Schnallen liegen unter dem Sattelblatt. Viele Langgurte haben D-Ringe zum Einhängen eines Martingals.
  • Stollengurt: ein Langgurt mit breiter Platte an der Unterseite. Sie schützt den Bauch, wenn das Pferd beim Springen die Vorderbeine stark anwinkelt und Stollen an den Hufeisen trägt.

Gerade, anatomisch oder Mondgurt?

Ein gerader Gurt ist überall gleich breit und passt zu Pferden mit deutlicher Gurtlage. Anatomische Gurte sind im Ellenbogenbereich zurückgeschnitten und in der Mitte breiter, damit der Druck sich verteilt und der Ellenbogen Platz hat. Bei asymmetrischen Gurten ist nur die Vorderkante stärker ausgeschnitten. Mondgurte sind stark gebogen und eignen sich für Pferde mit runder Rippe, schmaler Brust oder einer Gurtlage dicht am Ellenbogen, bei denen der Gurt gern nach vorn rutscht.

Material: Leder, Kunststoff, Neopren oder Lammfell

Ledergurte sind langlebig, brauchen aber regelmäßige Pflege mit Lederpflege. Gurte aus Kunststoff, Neopren oder Gel lassen sich meist einfach abwaschen. Lammfell und Kunstfell liegen weich auf und werden gern bei empfindlicher Haut genutzt; viele Modelle haben einen abnehmbaren Fellbezug, der sich separat waschen lässt. Elastikeinsätze an einer oder beiden Seiten geben beim Atmen etwas nach. Achte darauf, dass das Elastik gleichmäßig auf beiden Seiten oder bewusst nur einseitig sitzt, je nach Sattlerempfehlung.

Die richtige Gurtlänge messen

Die Länge eines Sattelgurts wird von Schnallenende zu Schnallenende gemessen. Am einfachsten misst du am gesattelten Pferd: Lege das Maßband an der einen Seite am untersten Loch der Gurtstrupfe an, führe es durch die Gurtlage unter dem Bauch zur anderen Seite und lies am untersten Loch ab. Ziehe von diesem Wert etwas ab, damit du den Gurt später im mittleren Lochbereich schließen kannst. So bleibt Spielraum zum Nachgurten. Hast du schon einen gut sitzenden Gurt, nimm dessen Länge als Ausgangspunkt. Bei Kurzgurten sollten die Schnallen eine Handbreit über dem Ellenbogen liegen, bei Langgurten unter dem Sattelblatt verschwinden, ohne die Gurtschoner zu überlappen.

Sattelgurt richtig anlegen und pflegen

Gurte dein Pferd schrittweise: erst locker, dann nach dem Führen oder vor dem Aufsitzen nachziehen. Ziehe auf beiden Seiten gleichmäßig, damit der Sattel nicht verrutscht. Nach dem Reiten Schweiß und Schmutz abwischen, Lederteile pflegen und Fellbezüge regelmäßig auswaschen. Prüfe Nähte, Elastik und Schnallen vor jedem Reiten.

Sattelgurte von bekannten Marken

Bei uns findest du Sattelgurte von Kavalkade, Busse, Mattes, Waldhausen, Kentucky Horsewear, Passier und weiteren Herstellern bis hin zu den Gurten von LeMieux. Passendes Zubehör wie Schabracken, Steigbügel und Pads findest du im Sattelzubehör.

Kurzgurte gehören zu Sätteln mit langen Gurtstrupfen, meist Dressursätteln. Langgurte gehören zu Sätteln mit kurzen Gurtstrupfen, etwa Spring- und Vielseitigkeitssätteln. Entscheidend ist also dein Sattel, nicht die Disziplin allein.

Miss am gesattelten Pferd vom untersten Loch der Gurtstrupfe auf der einen Seite unter dem Bauch hindurch bis zum untersten Loch auf der anderen Seite. Ziehe etwas ab, damit du den Gurt im mittleren Lochbereich schließen kannst. Ein gut sitzender alter Gurt ist der beste Vergleich.

Ein anatomischer Gurt ist im Ellenbogenbereich zurückgeschnitten und gibt dem Ellenbogen mehr Platz. Er bietet sich an, wenn der Gurt bei deinem Pferd nah am Ellenbogen liegt oder ein gerader Gurt nach vorn rutscht. Ob er passt, siehst du am besten in Bewegung.

Ein Stollengurt hat an der Unterseite eine breite Platte. Sie schützt den Bauch des Pferdes, wenn es beim Springen die Vorderbeine stark anwinkelt und Stollen trägt. Für das Training ohne Stollen reicht meist ein normaler Langgurt.

Lammfell und Kunstfell liegen weich auf und werden gern bei Pferden mit empfindlicher Haut genutzt. Wichtig ist, dass der Bezug sauber und trocken bleibt. Viele Modelle haben einen abnehmbaren Bezug, den du separat waschen kannst.

Elastikeinsätze geben etwas nach und machen das Nachgurten feiner. Manche Reiter und Sattler bevorzugen Elastik nur auf einer Seite, damit der Sattel nicht zu einer Seite gezogen wird. Frag im Zweifel deinen Sattler, was zu deinem Sattel passt.