Gut eingedeckt bei jedem Wetter
Pferdedecken für jede Jahreszeit
Ob Regenschauer auf der Weide, frostige Nächte in der Box oder Abschwitzen nach dem Training: Mit der passenden Pferdedecke bleibt dein Pferd trocken, warm oder vor Insekten geschützt. Hier findest du Pferdedecken für jede Jahreszeit – von der leichten Regendecke mit 0 g über gefütterte Outdoordecken bis zu Stall-, Abschwitz-, Fliegen- und Nierendecken. Mit dabei sind Marken wie Bucas, Eskadron, Kentucky Horsewear, Horseware, QHP und Waldhausen. Unsicher bei Größe oder Füllung? Wir beraten dich gern per Telefon, WhatsApp oder Video.
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Pferdedecken im Überblick: Welche Decke wofür?
Nicht jede Pferdedecke passt zu jeder Situation. Entscheidend sind Wetter, Haltung, Fell und das, was du mit deinem Pferd vorhast. Diese Deckenarten solltest du kennen:
Regendecken und Outdoordecken für Weide und Paddock
Outdoordecken – auch Weidedecken oder Turnout-Decken genannt – sind wasserdicht, winddicht und atmungsaktiv. Eine Regendecke für dein Pferd hat meist keine Füllung (0 g) und schützt vor Nässe und Wind, ohne zusätzlich zu wärmen. Wie robust das Außenmaterial ist, verrät die Denier-Angabe (z. B. 600 D, 1200 D oder 1680 D): Je höher der Wert, desto reißfester das Gewebe – praktisch für Pferde, die im Herdenverband gern toben.
Winterdecken: Was bedeutet die Grammatur?
Winterdecken sind gefütterte Outdoor- oder Stalldecken. Die Grammangabe beschreibt, wie viel Füllung pro Quadratmeter verarbeitet ist – und damit, wie warm die Decke hält:
- 0 g: Regendecke ohne Füllung, reiner Nässe- und Windschutz
- 50 g: leichte Füllung für die Übergangszeit
- 100–150 g: mittlere Füllung für kühle, nasse Tage
- 200–250 g: warme Winterdecke für Frost und nasskaltes Wetter
- 300 g und mehr: stark gefüttert, vor allem für geschorene oder kälteempfindliche Pferde
Viele Marken geben zusätzlich eigene Temperaturbereiche an. Wie Bucas das löst, erfährst du in unserem Ratgeber Bucas Pferdedecken – Unterschiede erklärt.
Stalldecken und Unterdecken
Stalldecken sind nicht wasserdicht und für die Box gedacht. Eine Stalldecke mit 50 g eignet sich für die Übergangszeit oder als leichte Wärmeschicht, dickere Varianten für geschorene Pferde im Winter. Unterdecken (Liner) kombinierst du mit einer Outdoordecke, um die Wärmeleistung flexibel zu erhöhen – passende Modelle findest du im Pferdedecken-Zubehör.
Abschwitzdecken
Nach dem Reiten, Waschen oder auf dem Turnier leiten Abschwitzdecken Feuchtigkeit vom Fell nach außen und verhindern, dass dein Pferd auskühlt. Klassiker sind Fleece, Waffelstoff und Wolle bzw. Wollmischungen. Beliebt sind zum Beispiel die Abschwitzdecken von Eskadron und Kentucky Horsewear.
Fliegendecken und Ekzemerdecken
Eine Fliegendecke für dein Pferd besteht aus feinem, luftdurchlässigem Netzgewebe und hält Fliegen, Bremsen und Mücken fern. Es gibt Fliegendecken mit und ohne Halsteil, Regen-Fliegendecken mit wasserabweisendem Rückenteil sowie Ekzemerdecken mit Bauchlatz für empfindliche Pferde. Alles zu Arten und Einsatz liest du in Fliegendecken erklärt.
Nierendecken und Ausreitdecken
Nierendecken und Ausreitdecken liegen beim Reiten unter oder um den Sattel und halten die Rückenmuskulatur beim Aufwärmen, Abreiten und im Gelände warm – als Fleece-, Regen- oder Fliegenvariante. Für die Führanlage gibt es spezielle Führanlagendecken.
Die richtige Deckengröße messen
Eine gut sitzende Decke verrutscht nicht, scheuert nicht und lässt deinem Pferd Bewegungsfreiheit. Bei vielen europäischen Marken entspricht die Größe in Zentimetern der Rückenlänge: Lege das Maßband vor dem Widerrist an und führe es entlang der Wirbelsäule bis zum Schweifansatz. Britische und irische Marken nutzen oft die Gesamtlänge von der Brustmitte über die Schulter bis zur Hinterhand und geben die Größe in Fuß und Zoll an (z. B. 6'3"). Miss am besten beide Maße und vergleiche sie mit der Größentabelle des jeweiligen Herstellers. Liegst du zwischen zwei Größen, hilft ein Blick auf den Körperbau: Ein breites, stark bemuskeltes Pferd braucht oft eher die größere Decke.
Wann solltest du dein Pferd eindecken?
Gesunde, ungeschorene Pferde mit dichtem Winterfell und Unterstand kommen oft gut ohne Decke aus – ihr Fell ist eine hervorragende Isolierung. Eine Decke ist vor allem sinnvoll, wenn dein Pferd geschoren ist, wenig Winterfell hat, älter oder krank ist oder bei Dauerregen und Wind keinen Schutz findet.
Als grobe Orientierung für ungeschorene Pferde gilt: Bei Nässe und Wind über etwa 10 °C reicht meist eine Regendecke mit 0 g, zwischen etwa 5 und 10 °C eine leichte Füllung, um den Gefrierpunkt eine mittlere und bei starkem Frost eine warme Winterdecke. Geschorene Pferde brauchen in der Regel eine Stufe wärmer. Das sind nur Richtwerte – Rasse, Alter, Fütterung und Bewegung spielen mit. Fühl regelmäßig mit der Hand unter der Decke an Schulter und Brust: Ist es dort feucht oder heiß, ist die Decke zu warm. Mehr Tipps für die kalte Jahreszeit findest du unter Reiten im Winter.
Pferdedecken-Marken bei Lepona
Bei uns findest du Pferdedecken bekannter Hersteller: Bucas steht für durchdachte Outdoordecken mit Temperaturangaben, Eskadron für Abschwitz-, Fliegen- und Stalldecken in aktuellen Kollektionsfarben. Kentucky Horsewear bietet Stall-, Outdoor- und Abschwitzdecken, Horseware unter anderem die Linien Amigo und Rambo. Dazu kommen QHP Outdoordecken, Waldhausen, Busse und weitere Marken wie BR, Kavalkade oder Premiere. Reduzierte Modelle entdeckst du im Pferdedecken Sale.
Pferdedecken richtig pflegen
Mit der richtigen Pflege hält deine Pferdedecke deutlich länger:
- Groben Schmutz und Haare vor dem Waschen trocken ausbürsten.
- Alle Verschlüsse schließen, abnehmbare Gurte in einem Wäschesack mitwaschen.
- Nach Herstellerangabe waschen, meist bei maximal 30–40 °C, mit speziellem Deckenwaschmittel und ohne Weichspüler.
- Wasserdichte Decken nach der Wäsche neu imprägnieren und an der Luft trocknen lassen.
- Kleine Risse früh reparieren und Decken sauber und trocken lagern.
Imprägnierung, Reparatur-Set, Halsteile, Brustschutz und Ersatzgurte findest du im Pferdedecken-Zubehör.
Das hängt von Fell, Schur und Wetter ab. Als Orientierung: Regendecke mit 0 g bei milden, nassen Tagen, 50–150 g in der Übergangszeit, 200 g und mehr bei Frost. Geschorene Pferde brauchen meist eine Stufe wärmer.
Miss die Rückenlänge vom Widerrist entlang der Wirbelsäule bis zum Schweifansatz und zusätzlich die Gesamtlänge von der Brustmitte bis zur Hinterhand. Vergleiche die Werte immer mit der Größentabelle des Herstellers.
Nicht zwingend. Gesunde Pferde mit dichtem Winterfell und Unterstand kommen oft ohne Decke aus. Bei Dauerregen, Wind, wenig Fell, Alter oder Krankheit kann eine Regen- oder leichte Winterdecke sinnvoll sein.
Eine Regendecke ist eine Outdoordecke ohne Füllung (0 g): wasserdicht und winddicht, aber nicht wärmend. Gefütterte Outdoordecken haben zusätzlich eine Füllung, etwa 50, 150 oder 300 g.
Das hängt vom Material und vom Wetter ab. Die Decke sollte schnell trocknen; bei kühlem Wetter nimmst du eine nasse Fliegendecke besser ab. Für wechselhafte Tage eignet sich eine Regen-Fliegendecke mit wasserabweisendem Rücken.
Eine Stalldecke mit 50 g ist eine leichte Wärmeschicht für die Box, etwa in der Übergangszeit, für frisch geschorene Pferde oder als Unterdecke unter einer Outdoordecke, sofern die Decken dafür geeignet sind.